Dienstag, 27. Dezember 2011

Schweizer Volkssagen: t'Gschecht vom Sepp Manser



Übersetzung für Nicht-Appenzeller:

Sepp Manser ist ein Appenzeller und isst den Käse mit samt dem Teller.
Der Käse, der ist schon recht, aber von so viel wird auch dem Manser schlecht.
Ein Zürcher würde zum Hausarzt gehen - für einen Appenzeller tuts auch ein Schnäps'chen.
Also macht der Sepp einen Spatz(iergang) zum Gasthaus auf dem Landsgemeindeplatz.
Unterwegs stolpert der Manser böse und landet auf den Bahngleisen.
In diesem Moment kommt die Appenzeller Bahn, oh weh, und fährt ihm über Arme und Beine.
Als er aufwacht im Spital in St. Gallen, steht an seinem Bett eine heisse Schnalle:
"Ich bin die Frau Doktor Marlies Mäder, Ihre Arme und Beine liegen noch under den Zugrädern.
Eine Hirnverletzung haben Sie noch dazu, jetzt ist fertig mit Arbeiten - Sie brauchen Ruhe!"
Zu Hause schreibt Frau Manser schnell, einen Antrag an die Innerrhoder IV-Stelle.
(Er hat ja keine Arme und Beine und kann das darum nicht aleine.)
Aber bevor der Manser einen Rappen sehen kann, muss er zum Arzt des RAD.
Der Arzt kommt aus Deutschland, ihm ist der Arbeitsmarkt von hier nicht bekannt.
Trotzdem sieht er sich den Manser an und schreibt der IV, das ist klar,
einen Bericht über den Manser Sepp und ob er noch arbeiten gehen sollte.
Ein halbes Jahr später kommt der Bescheid: "Ein Invalider sind Sie nicht.
In einem Beruf wo man keine Arme braucht und keine Beine und man auch nicht viel sehen können muss,
es egal ist, wenn man nicht lachen kann, können sie noch Karriere machen."
Der Sepp Manser hat keine Rente bekommen, selber Schuld, denn er und sein Kanton haben ja "Ja" gesagt zur IV-Revision.

Siehe auch

Ob die Eingliederung tatsächlich funktioniert? Uns doch egal.

Hauptsache, wir sind die Leute los

Fliegende MEDAS-Gutachter aus Deutschland

IV-Gutachter übersehen Tumore

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Trainingsarbeitsplätze in Ihrem Unternehmen: Wiedereingliederung von IV-Rentnerinnen und IV-Rentnern



Falls der Youtube-Link nicht mehr funktioniert, finden Sie das Video auch hier.

Mir wurde heute ein Werbespot zugespielt, mit dem die Invalidenversicherung Unternehmen dazu bewegen möchte, sich am Arbeitsversuch für IV-Rentner zu beteiligen.


Abschrift:

Trainingsarbeitsplätze in Ihrem Unternehmen: Wiedereingliederung von IV-Rentnerinnen und IV-Rentnern

Preiswerte und zuverlässige Arbeitskräfte sind manchmal schwer zu finden . Die Schweizerische Invalidenversicherung unterstützt Sie dabei erfolgreich , denn wir verfügen über 280'000 potentielle temporäre Arbeitskräfte , die wir Ihnen gerne kostenlos zur Verfügung stellen .

Fördern und fordern lautet die Devise bei der Integration von IV-Rentnern. Um dies zu gewährleisten, stellen wir Ihnen gerne unser geschultes Fachpersonal und eine kleine Aufwandsentschädigung zur Verfügung.

Sollten Ihre neuen Mitarbeiter ungenügende Leistungen erbringen, erinnern Sie sie einfach an ihre gesetzliche Mitwirkungspflicht. Falls sich Ihre Schützlinge dann immer noch verweigern, ergreifen wir schnell und unbürokratisch angemessene Sanktionen.

Also: Entlassen Sie noch heute Ihre undankbaren Angestellten und ersetzen Sie sie durch integrationswillige IV-Rentner.

Invalidenversicherung - Arbeit macht frei.

Siehe auch: Sie sind Arbeitgeber und suchen eine Gratisarbeitskraft, für die Sie 1700 Franken pro Monat erhalten? Stellen Sie einen IV-Bezüger ein!

Montag, 3. Oktober 2011

Rede Yves Rossiers am Festival Handicap im Kocherpark (DE/FR; Untertitel für Gehörlose: DE)



Yves Rossier, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV hielt am 14. September 2011 am Festival Handicap im Kocherpark in Bern anlässlich der Einführung der persönlichen Assistenz eine eindrückliche Rede, die zum Nachdenken anregt.

Yves Rossier: Ich werde mich darauf beschränken, die fünf Sachen, die ich gelernt habe in den letzten sieben Jahren als BSV-Direktor -nicht zu letzt dank dem Projekt Assistenz-Budget - zu schildern. Also diese Macht der Strukturen ist etwas, das ich kennen gelernt habe. Wenn man Strukturen schafft, Institutionen, Finanzflüsse, auch mit den besten Zielen der Welt, führt es dazu, dass diese Strukturen und Institutionen eigene Macht haben. Und das Selbsterhalten, das Selbstfördern, weil es dann mit direkten, konkreten Interessen verbunden wird, wird dann ein Ziel für sich. Und das ist eine grosse Gefahr. Und obwohl ich in einer dieser Strukturen arbeite, muss ich sagen, dass das etwas sehr sehr schwieriges ist. Und Sie haben es am eigenen Leibe erlebt.

Also diese Machtspiele, die habe ich natürlich in der Verwaltung erlebt. Aber auch - Anfang mit Erstaunen - unter den Organisationen. Dass man sich eigentlich nicht fragt: "Wozu arbeiten wir und sollen wir es nicht gemeinsam machen?" Sondern entscheidend ist: Wer wird es schaffen? Und dass man manchmal eher ein Interesse hat, dass jemand etwas nicht schafft, als dass man es gemeinsam schafft.

Eine dritte Feststellung ist, die Rede über die Behinderung. Ich sehe zwei Gefahren: Die erste ist die Haltung, wonach Behinderung eine Kultur ist. Das wird immer behauptet. Ich verstehe auch warum: Wenn man sich ausgegrenzt fühlt, zieht man sich zurück - mit Gleichgesinnten oder Gleichbetroffenen, und es wird daraus eine Kultur behauptet. Es ist für mich die Reaktion auf die Abgrenzung durch den Rest der Gesellschaft. Es ist aber eine sehr gefährliche Haltung. Die Behinderung ist keine Kultur. Die Kultur ist eine gemeinsame unter den Bürgern dieses Landes. Das ist unsere Kultur. Die Behinderung ist ein Leiden, aber keine Kultur.

Die zweite, gefährliche Entwicklung sehe ich in der Behauptung: "Wir sind alle behindert." Es gab eine grosse Werbekampagne einer Organisation. Da standen behinderte Kinder und es war die Rede von gebrochenen Träumen: "Weil ich behindert bin, kann ich meine Träume nicht leben." Das ist natürlich sehr nett zu sagen, weil wir alle unerfüllte Träume haben. Ich wollte nicht Beamter werden. Ich hatte andere Träume als ich jung war. Das macht mich aber nicht behindert. Also wenn man behauptet, Behinderung sei nur, dass man seinen Traum nicht erleben kann, das ist falsch und das führt zu dieser Schlussfolgerung: "Wir sind ja alle irgendwie behindert." Selbstverständlich, wir sterben alle einmal, aber das hat nichts damit zu tun. Die Behinderung in der Gesellschaft heute ist etwas anderes. Und diese Art über die Behinderung zu sprechen finde ich genau so gefährlich wie die erste.

Diese gleiche Würde, die wir haben sollen, ist meines Erachtens auf gravierende Weise in Frage gestellt durch die gesellschaftliche Entwicklung die wir in der Schweiz haben. Und wo ich immer staune, warum die Organisationen nicht mal was dazu sagen. Ich gebe Ihnen nur ein Beispiel: Ich sprach mit einer Person von Exit Schweiz über den Zugang zur Beihilfe zum Suizid und diese Person sagte zu mir: "Aber Herr Rossier, wir machen es nicht für alle." Darauf ich: "Ah nein? Für wen?" Darauf er: "Nur wenn eine Person eine gravierende Krankheit hat oder eine schwere Behinderung." - Was bedeutet das, wenn diese Person das sagt? Das bedeutet, dass es für diese Person würdiges und unwürdiges Leben gibt. Bei den Einen lassen wir es nicht zu, geben ihnen das Gift nicht, aber bei den Anderen schon. Und ich fragte nach dem Grad der Schwere, ob Exit eine Liste von Behinderungen hat, anhand derer man dann ja sagt oder nein. Und da wurde meiner Frage entwichen. Da sind die gesellschaftlichen Entwicklungen, die mir wirklich Sorgen machen. Und dort würde ich mir manchmal wünschen, ein Bisschen mehr von den Organisationen zu hören über solche Sachen, als über andere Themen, mit denen sie meistens mobil machen.

Und schliesslich, das ist jetzt die letzte Schlussfolgerung: Wenn man etwas erreichen will, muss man nicht warten, bis uns jemand gibt. Wenn man Recht hat, muss man es sich holen. Das habe ich auch in der Bundesverwaltung gelernt. Ein Direktor-Kollege sagte mir einmal: "Yves, du bist so mühsam, wenn du etwas nicht bekommst, dass du willst, dass man es dir lieber sofort gibt." Ich glaube das ist eine Lektion, die Sie auch gelernt haben, die Frau Kanka auch gelernt hat und in die Praxis umgesetzt hat. Das ist natürlich sehr wichtig. Natürlich müssen Sie auch Recht haben. Und Sie müssen nicht erwarten, dass man immer mit Ihnen einverstanden ist. Aber Sie dürfen trotzdem nicht nachgeben.

Voilà, ich werde Ihnen nicht danken, weil Sie mir nichts schulden und Sie haben das gemacht, was Sie für richtig halten. Ich werde Ihnen auch nicht gratulieren, denn an Ihrer Stelle hätte ich das Gleiche gemacht. Ich sage Ihnen, ich bin sehr froh hier zu sein. Ich bin froh, dass es jetzt endlich startet und ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Danke schön!

Dienstag, 27. September 2011

Der Schlüssel zur Freiheit / La Clé de la Liberté / La Chiave della Libertà



Dieser Kurzfilm wurde für das Festival „Handicap im Kocherpark“ vom 14. September 2011 anlässlich der Einführung der persönlichen Assistenz in der Schweiz produziert. Er lässt den 15-jährigen Kampf für die persönliche Assistenz noch einmal Revue passieren.

Mittwoch, 3. August 2011

Festival „Handicap im Kocherpark“ am 14. September


Wir feiern die Einführung der persönlichen Assistenz an historischer Stätte. Feiern Sie mit uns und unseren prominenten Gästen von 14.00 bis 22.00 Uhr in Bern!

Flyer: http://www.fassis.net/images/Pdf/festivalkocherparkeinladung.pdf

Organisation:

- FASSIS Fachstelle Assistenz Schweiz
- ZSL Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
- CAP-CONTACT

Freitag, 29. Juli 2011

"Es braucht keinen barrierefreien öV"



Wir befinden uns an einer Bushaltestelle in Zürich. Die persönliche Assistentin von Frau Iser führt gerade ein Telefonat mit dem "Call Center Handicap" der SBB in Brig.

Assistentin: "Die S-Bahn 12 ist ein Niederfluhr-Zug? ... Das ist gut, super, danke. Merci, auf Wiederhören."

Der Bus kommt an, die Busfahrerin klappt die Rampe aus.

Busfahrerin: "Wo müssen Sie raus?"

Assistentin: "Beim Bahnhof Zürich-Altstetten."

Wir befinden uns im Bahnhof Zürich-Altstetten, wo gerade die S12 ankommt - Es ist kein Niederfluhr-Zug. Drei unüberwindbare Stufen führen hinein.

Assistentin: "Ich rufe jetzt nochmal an. Das sollen die jetzt gerade biegen."

Assistentin am Telefon: "Also ich weiss nicht, ich hab zwei, drei Mal nachgefragt: Ist es wirklich ein Niederfluhr-Zug? Und ihre Mitarbeiterin hat gesagt: Ja, man kann rein und raus fahren. Also das geht nicht! Wenn man schon extra nachfragt. Wir haben uns auch extra an diese Stunde gehalten, für den Fall, dass wir Einstiegshilfe gebraucht hätten. ... Ja, natürlich, aber das geht halt einfach nicht. Ich meine, Zeit ist ja nicht gratis."

Assistentin zu Frau Iser: "Hey, aber so mühsam!"

Frau Iser: "Das passiert nun mal. Bei der SBB, VBZ... Scheisse nochmal."

Assistentin: "Aber was schauen die denn nach?"

Frau Iser: "Die sind einfach doof. Die sind einfach nur doof und unqualifiziert."

Assistentin: "Also, wir haben erst in 20 Minuten wieder einen Zug."

Wir verlassen das Perron, und gehen im Café beim Bahnhof etwas trinken. 20 Minuten später gehts wieder aufs Perron. Der Zug fährt ein.

Assistentin: "Nein! Nein, ich glaube es nicht!"

Frau Iser hält sich die Hand vor den Mund und fängt an zu lachen. Auch dieser Zug hat eine Stufe, die auch noch einen grossen Abstand zum Perron-Rand hat. Zum Glück ist aber ein Zugbegleiter dabei, der den mechanischen Rollstuhllift bereit macht. Der Lift bewegt sich in ruckartigen Bewegungen nach oben. Frau Iser wird durchgeschüttelt.

Zugbegleiter: "Wir haben so eine Faltrampe. Ginge das wohl fürs Aussteigen?"

Assistentin: "Faltrampe? Was ist das?"

Zugbegleiter: "Die ist dann halt schräg."

Wir sind jetzt im fahrenden Zug.

Frau Iser: "Diese... "Faltrampe" die ist vielleicht einen Meter fünfzig lang."

Assistentin: "Wir müssen schauen... Wenns nicht zu hoch ist... Wir schauen mal wie es aussieht. Sonst brauchen wir wieder diesen Lift... Man muss ja fast ein schlechtes Gewissen haben..."

Kameramann: "Ich hätte gar kein schlechtes Gewissen, nein nein."

Assistentin: "Nein, weisst du, weil die Leute jetzt noch zu spät kommen."

Kamermann: "Ich finde der Staat muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er nicht fähig ist, seine Infrastruktur allen zugänglich zu machen. Schliesslich zahlen wir ja alle Steuern."

Frau Iser: "Ja schon, aber am Ende vermittelt man uns das Gefühl, wir müssten uns entschuldigen."

Der Zug ist in Dietikon angekommen, der Zugbegleiter platziert die vielleicht einen Meter lange, wackelige Faltrampe. Am Busbahnhof Dietikon angekommen, muss die Assistentin zuerst wieder telefonisch nachfragen, ob der kommende Bus eine Rampe hat. Der Bus kommt an. Er verfügt über keine integrierte Rampe und der Fahrer hat die mobile Rampe vergessen.

Assistentin (zum Busfahrer): "Was? Sie haben die Rampe nicht dabei?"

Frau Iser muss von den beiden umständlich in den Bus getragen werden. Wir sind im Industriegebiet von Dietikon angekommen. Wir nähern uns der Digitec, dem Ziel der Reise. Vor dem Eingang befinden sich fünf Treppenstufen. Die Assistentin betritt das Gebäude, um nach ein paar Helfern zu suchen, die Frau Iser hochtragen können. Frau Iser fährt ins Bild, nimmt schmunzelnd ihre Sonnenbrille ab und wirft der Kamera einen Blick zu, als wolle sie sagen: "War ja klar."

Donnerstag, 7. Juli 2011

"Den Saustall ausmisten" - Kommentar von René Staubli im Tages Anzeiger vom 07.07.2011

Wenn die Rechtsberatungsstelle UP für Unfallopfer und Patienten nach dem wegweisenden Bundesgerichtsurteil zu den IV-Verfahren nun den Rücktritt von Yves Rossier verlangt, dem Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), so zeigt diese Reaktion die Wut, die sich bei den Geschädigtenanwälten angestaut hat Die Wut über das BSV, das jahrelang zugesehen hat, wie sich im Schweizer IV-Gutachtermarkt die Korruption ausbreitete.

Die Rahmenbedingungen hatte das BSV selber geschaffen: 18 medizinische Abklärungsstellen (Medas) erhielten die exklusiven Schürfrechte für die Goldgrube, in der sie jährlich 40 Millionen Franken abholen konnten. Sie wurden nicht nach Leistung bezahlt, sondern pauschal mit 9'000 Franken pro Fall - wer weniger Aufwand betrieb, konnte Umsatz und Gewinn steigern. Eine Basler Medas, die auf ihrer Unabhängigkeit von der Invalidenversicherung beharrte und nicht bereit war, unter Druck ihre Gutachten zu revidieren und berechtigte Rentenansprüche abzuweisen, wurde kurzerhand boykottiert. Das Signal war klar: Wer die IV bei ihren Sparbemühungen unterstützt und restriktiv begutachtet, wird mit zusätzlichen Auftragen belohnt. Wer nicht pariert, geh leer aus.

Dieses System führte dazu, dass Versicherte oberflächlich untersucht und obendrein gedemütigt wurden. Ärzte ohne Berufsausübungsbewilligung erstellten Gutachten, und niemand schritt ein. Gewisse Medas flogen Ärzte aus Deutschland ein, die mit Begutachtungen leicht einen Zusatzverdienst erzielten. Die grösste Schweizer Medas, die ABI GmbH in Basel, besass die Dreistigkeit, dem Bundesgericht interne Fallzahlen zu verweigern, weil man "keinen Jahresbericht verfasse".

Nun ist die Zeit gekommen, den Saustall auszumisten. Medas, die zu 80 bis 100 Prozent von der IV abhängig sind, müssen sich neue wirtschaftliche Standbeine aufbauen, um diese Abhängigkeit zu reduzieren. Die Qualitätskontrolle der Medas kann nicht dem BSV überlassen werden, weil es am nötigen Vertrauen fehlt. Das Bundesamt muss diese Aufgabe an eine neutrale Stelle delegieren oder Versichertenvertretern die Möglichkeit einräumen, sich daran zu beteiligen.

Montag, 6. Juni 2011

FAZ-Community - Peter Singer: Affenfreund, Behindertenfeind und ein Ethik-Preis

Peter Singer: Affenfreund, Behindertenfeind und ein Ethik-Preis: "Peter Singer ist ein Behindertenfreund. Michael Schmidt-Salomon muss das wohl sagen, denn er zeichnet als Vorstandsvorsitzender dafür verantwortlich, dass der mittlerweile in Princeton lehrende Singer, den andere für einen veritablen Behindertenfeind halten, am kommenden Freitag (3. Juni 2011) den ersten Ethik-Preis der Giordano Bruno Stiftung verliehen bekommt. ..."

Samstag, 4. Juni 2011

Panorama BBC Undercover Care

Wegen der Misshandlung behinderter Heimbewohner sind in England vier Verdächtige festgenommen worden. Eine TV-Sendung deckte die Missstände in Hambrook auf.







Montag, 16. Mai 2011

Hände weg von unseren Kindern, Herr Burkhalter!


(Für Vergrösserung Bild anklicken)

[Links im Bild sehen wir Bundesrat Didier Burkhalter, der in seiner Funktion als Sozialminister einem kleinen Mädchen, welches rechts im Bild steht, ein Sparschwein wegnimmt. Darüber stehen die Worte "Hände weg von unseren Kindern, Herr Burkhalter! - IV-Kinderrenten-Kürzung: NEIN!"]

Bundesrat Didier Burkhalter will den Sparkurs bei der IV trotz guter Prognosen fortsetzen, Renten von Schwerbehinderten und Kindern kürzen, um mit dem Einnahmen-Überschuss der IV die AHV zu finanzieren. Das ist ein perfider Versuch, das Wohl der Alten gegen das Wohl der Behinderten und Kinder auszuspielen.

Siehe auch:

Weniger Spardruck bei der IV

Burkhalter: Bei der IV sparen, um die AHV zu finanzieren

Montag, 9. Mai 2011

Blick hilft (?)


Blick hilft - MyVideo Schweiz

Sollte das Video nicht zur Verfügung stehen, finden Sie es auch hier.

Diverse Blick-Schlagzeilen zum Thema IV-Betrug werden nacheinander eingeblendet, dazu läuft im Hintergrund aggressive Rockmusik.

"Simulant zockte 93 Spitäler ab", "IV-Simulant Leuthold tritt zurück", "Gärtner-Gauner züchtet IV-Betrüger", "Hier wohnt der frechste Simulant der Schweiz", "IV-Betrüger auf den Leim gekrochen", "Sie sind ein unverfrorener Simulant", "Unsere IV hat ein Balkan-Problem", "SVP kämpft gegen Scheininvalide", "Durch IV-Detektive entlarvt", "Mehr als 16.000 IV-Rentner sollen wieder arbeiten", "Nationalrat tritt auf 6. IV-Revision ein"

Die Rockmusik verstummt abrupt und traurige Klaviermusik ertönt, dazu sehen wir die Blick-Schlagzeilen "Mein Kind stirbt" und "Das Schicksal von Lea berührt die Schweiz"

Es folgt, immer noch begleitet von der Klaviermusik, ein Beitrag von Blick TV über Lea und Stefanie Mäder.

Blick-Stimme aus dem Off: "Leal ist 8 und leidet seit ihrer Geburt an einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Sie kann weder laufen, noch sitzen, noch sprechen. Das Mädchen ist 24 Stunden pro Tag auf Pflege angewiesen. Vor knapp 3 Jahren hat die Mutter ihren Job als Pflege-Fachfrau aufgegeben, um ganz für ihre Tochter da sein zu können. Diese Entscheidung bereut sie nicht. Und doch kommt die junge Frau an ihre Grenzen - Mit ihrer Kraft, aber auch finanziell. Denn vom Staat bekommt sie praktisch kein Geld für ihren Vollzeitjob daheim. Behinderten-Pflege daheim sieht das Gesetz nämlich nicht vor."

Frau Mäder: "Die Situation von Lea ist schon genug schlimm mit dieser Krankheit. Damit könnte man noch fertig werden, aber das andere ist einfach... die Belastung hier zu Hause. Ich arbeite seit 2, 3 Jahren rund um die Uhr. Ich kann nicht mehr, mein Körper beginnt langsam zu rebellieren, zu zittern und so. Und ich habe Angst, dass man mir mein Kind eines Tages wegnimmt, weil ich halt zusammenbreche. Es gibt Tage, an denen Lea und ich einfach am Boden liegen, weil wir beide zusammen nicht mehr können. Und naja, ich kämpfe um unser Überleben."

abrupt wechseln Bild und Ton wieder: Wir sehen die Blick-Schlagzeile "Bundesrat will bei IV weiterhin sparen" und dazu läuft im Hintergrund wieder aggressive Rock-Musik. Es folgt das Blick-Logo mit dem Untertitel "Die verlogenste Zeitung der Schweiz".

Idee und Realisierung: David Siems

Siehe auch:

Persönliche Assistenz für behinderte Kinder (und etwas Staatskundenachhilfe für Blickleser)

Sonntag, 13. März 2011

Bedürfnisse von Behinderten haben Grenzen (Quelle: NZZ am Sonntag, 13.03.2011)

Blinde sollten nicht in Exekutiven sitzen, weil sie zu sehr auf Hilfe angewiesen wären

Suzette Sandoz

Niemand darf wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung diskriminiert werden. Die Vorgabe der Bundesverfassung ist scheinbar klar, doch wie ist sie umzusetzen? Die Frage ist umso aktueller, als die Invalidenversicherung die Einbindung behinderter Menschen in die Arbeitswelt bevorzugt, die Bildungsgesetzgebung zum Einschluss behinderter Kinder in Regelklassen tendiert und die Politik das Recht in Anspruch nimmt, bei Wahlen Kandidaten mit gewissen Behinderungen aufzustellen.

Es ist zweifellos angebracht, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden: In der Theorie muss alles unternommen werden, damit eine Behinderung nicht zum Ausschluss führt. In der Praxis ist es nicht so offenkundig, wie vorzugehen ist, denn jede Behinderung verlangt die Berücksichtigung der individuellen Umstände. Schliesslich wird Nichtdiskriminierung am besten gewährleistet, indem man im Einzelfall entscheidet, was gegenüber den Nichtbehinderten getan oder gefordert werden kann: Nichtdiskriminierung misst sich am Verhältnis zu den Nichtbehinderten.

Nehmen wir das Beispiel einer Schulklasse: Man kann davon ausgehen, dass Schüler einander helfen; schwieriger ist die Vorstellung, dass der Lehrer den Unterricht der ganzen Klasse den individuellen Bedürfnissen eines einzelnen behinderten Kindes anpasst. Auch kann man von einem Lehrer nicht verlangen, dass er sich systematisch die nötige Zeit für einen behinderten Schüler nimmt - zusätzlich zur Zeit, die er ohnehin jedem einzelnen Schüler widmet.

An der juristischen Fakultät der Universität Lausanne haben wir manchmal Prüfungen für sehbehinderte Studenten durchgeführt: mit besonderen Räumlichkeiten für eine schriftliche Prüfung, mit verlängerter Prüfungsdauer, mit jemandem, der die Gesetzestexte und sogar die Prüfungsfragen laut vorlas, da diese nicht in Brailleschrift zur Verfügung standen, und der allfällige praktische Fragen der Studenten beantwortete. Auch für mündliche Prüfungen musste mehr Zeit eingeplant werden, um es den sehbehinderten Studenten zu erlauben, sich mit den verschiedenen Texten vertraut zu machen. Ausgeschlossen waren gewisse Tests an der Wandtafel, vergleichende Analysen mehrerer Urteile sowie das Nachschlagen in Gesetzesbüchern. Damit war manchmal die Gleichberechtigung gegenüber anderen Studenten in Frage gestellt. Auch musste die Studiendauer mancher behinderter Studenten verlängert werden, was sich zuweilen nur schwer mit der Abfolge der unterrichteten Fächer vereinbaren liess.

Wie weit sollen und können öffentliche Bildungseinrichtungen bei der
Anpassung an aussergewöhnliche Umstände Einzelner gehen?


Ähnliche Fragen stellen sich dieses Frühjahr mit Blick auf Wahlen: Der Presse ist zu entnehmen, dass im Tessin ein Blinder in den Regierungsrat möchte. Auch in Pully, meiner Wohngemeinde, will eine blinde Gemeinderätin in die Exekutive. Ist das vernünftig? Meine Antwort ist ein entschiedenes Nein. Die Tätigkeit eines Parlamentariers ist überhaupt nicht mit der eines Regierungsmitglieds vergleichbar. Der Parlamentarier gehört einer Fraktion an und kann in dieser auf Hilfe und Unterstützung zählen, da alle Fraktionsmitglieder dieselben Texte erhalten und studieren. Anders sieht es in einer Exekutive aus, in der jedes Mitglied, auch wenn es einem Kollegium angehört, allein ein Departement führt.

Bei Treffen mit Amtskollegen und auf Reisen wäre ein blinder Exekutivpolitiker immer auf eine Begleitperson angewiesen. Um seine Arbeit ausführen zu können, würde er eine rechte Hand brauchen. Was für eine Stellung hätte diese? Und wie sähe der Umgang mit vertraulichen Dokumenten aus?

Mir bereiten solche Kandidaturen grosses Unbehagen. Wird damit nicht,
aus rein taktischen Gründen, das Mitleid der Wähler ausgenützt? Ist das
wirklich Nichtdiskriminierung?

Suzette Sandoz ist emeritierte Rechtsprofessorin in Lausanne. Von 1991 bis 1998 war sie Nationalrätin der Liberalen Partei. Übersetzung: Christoph Badertscher

Kommentar David Siems: Richtig, und aus dem gleichen Grund gehören auch Frauen wie Suzette Sandoz nicht in die Politik. Die müssen ja bekanntermassen alles herum tratschen, was im "Umgang mit vertraulichen Dokumenten" sehr problematisch ist. Sein wir mal ehrlich: Frau Sandoz wurde doch auch nur in den Nationalrat gewählt, weil die Wähler Mitleid mit ihr hatten, da sie nicht fähig ist, im Stehen zu pinkeln. Willkommen im Mittelalter.


Siehe auch: David Blunkett

Donnerstag, 10. März 2011

Die Wahrheit über das Schleudertrauma



"Das Schleudertrauma ist ausserhalb der Deutschschweiz unbekannt." Meine Damen und Herren, diesen Satz haben wir alle schon mal gehört. Er wurde in letzter Zeit so oft wiederholt, dass er in der Deutschschweiz mittlerweile zum Allgemeinwissen gehört. Dabei reicht eigentlich schon ein kleiner Besuch bei Google, um festzustellen, dass das schlicht und einfach Quatsch ist.

Laut Google Schweiz kommt der Begriff "Schleudertrauma" auf rund 74'000 Schweizer Webseiten vor. Doch wie sieht es ausserhalb der Schweiz aus?

Google Deutschland liefert über 300'000 Treffer.

Google Frankreich findet den "coup du lapin", das französische Wort für Schleudertrauma, über 400'000 mal.

Ja und Google.com die "whiplash injury" sogar satte 1,37 Millionen mal.

(Wir sehen eine Auflistung diverser Google-Suchresultate aus verschiedenen Ländern)

Erstaunlich, wie viel die Leute jenseits der Deutschschweiz über Dinge sprechen, von denen sie angeblich noch nie gehört haben, nicht war?

Sie sehen: Dass das Schleudertrauma eine Verschwörung einiger Deutschschweizer Ärzte und Sozialschmarotzer ist, um die IV abzuzocken, ist eine völlig absurde, haltlose Behauptung.

Wirklich skandalös ist aber, dass manche unserer Politiker und Richter ihre Gesetze und Urteile scheinbar anhand von Gerüchten bilden, die wohl irgend ein Versicherungs-Lobbyist irgendwann mal in die Welt gesetzt haben muss. Ja und unsere Medien schlucken scheinbar auch lieber Vorverdautes, als seriös zu recherchieren. Dabei wäre das doch in der heutigen vernetzten Welt so einfach.

Dass Lügen zu staatlich anerkannten Fakten werden können, wenn man sie nur oft genug wiederholt, ist eine Gefahr für jeden Einzelnen von uns.

Suchresultate verschiedener Länder:

Google Schweiz (Schleudertrauma)

Google Schweiz (coup du lapin)

Google Deutschland (Schleudertrauma)

Google Spanien (lesión de latigazo cervical)

Google Italien (colpo di frusta)

Google Portugal (traumatismos cervicais)

Google Frankreich (coup du lapin)

Google Canada (whiplash injury)

Google USA (whiplash injury)

Dienstag, 1. März 2011

Gewalt im Heim (Autor: Ruedi Prerost)

Gegenwärtig häufen sich Berichte über physische, psychische und sexuelle Gewalt in Betreuungsinstitutionen. Scheinbar nimmt die Zahl solcher Straftaten zu. Wahrscheinlich decken aber moderne Kommunikationsmittel und eine allmählich offenere Gesellschaft einfach mehr Fälle auf. Zu ihrer Verteidigung scheuen sich Täter wie Institutionen nicht, zunächst die Opfer zu beschuldigen. Das geht vom überlasteten Pflegepersonal bis zu aggressiven Behinderten oder Patienten. Diese Argumentation ist verwerflich und bizarr. Massgebend für die Verwandlung sonst unauffälliger Menschen in zuweilen sadistische Monster sind erstens ein quasi rechtsfreier Raum und zweitens ein genügend grosses Machtgefälle zwischen Täterin und Opfer. Kriege, Gefängnisse, Sekten, Betreuungsinstitutionen und Familien sind darum die klassischen Schauplätze für ungeahndete Übergriffe bis hin zum Mord. Günstige Gelegenheiten vorausgesetzt, stehen offenbar die Frauen den Männern im Begehen von Greueltaten in nichts nach.

Das Böse im Menschen zu bändigen ist Ziel sämtlicher Religionen und Sinn vieler Gesetze. Polizei, soziale Kontrolle und Angst vor Statusverlust tun das ihre. In Behindertenheimen könnten häufige, unangemeldete Kontrollen durch unabhängige Vertrauensleute vorbeugend wirken und Misshandlungen zum Teil aufdecken. Das wirkungsvollste Mittel aber heisst Deinstitutionalisierung. Gefängnisse und Familien kann man nicht schliessen, Heime schon. Sie sind im Vergleich mit persönlicher Assistenz unrentabel, beschneiden Menschenechte und bieten vielfach ideale Voraussetzungen für die versteckte Anwendung von Gewalt.

Quelle: „Inside“ Pro Infirmis, Mai 2010

Siehe auch:

Therapeut hat über 100 Kinder missbraucht

Meldungen über Gewalt an alten Menschen nehmen zu

Verdacht auf Misshandlung bestand schon länger

Weiterer Fall im Pflegeheim Entlisberg

Skandal:Demütigungen in Zürcher Pflegeheim

Berner Heimleiter sass bereits einmal in U-Haft

Pädagogin: Heim-Sex mit Jugendlichen

Behinderte in Waadtländer Heim misshandelt

Krankenheim: Schweren Vorwürfen ausgesetzt

Neuer Heimskandal erschüttert St. Gallen

Versagte die Heimleitung?

Montag, 14. Februar 2011

"PARADROM" von X-Ray



Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer
Ich habe ein Mail von einem Zuschauer bekommen, der sich X-Ray nennt. Er oder sie hat ein Gedicht über das geplante Paradrom in Rathausen Luzern verfasst, möchte aber anonym bleiben und hat mich daher gefragt, ob ich das Gedicht vortragen möchte. Ja und genau das mache ich jetzt:

Komm ins Kloster zu Rathausen
da erlebst du nacktes Grausen
Missgeburten, Zwerge, Riesen
werden billig angepriesen

Kinder quälen, das war gestern
flüstern fromme Klosterschwestern
Bald schon steigen hier Touristen
mit Gelähmten in die Kisten

Jeder darf für ein paar Franken
eine Ladung Horror tanken
Hurtig mal die Rollen tauschen
munter durch das Elend rauschen

Aber Achtung, voll Verrückte
oder sonstwie Abverreckte
packen dich auf dieser Messe
und polieren dir die Fresse

Nasenbein und mehr gebrochen
kommst du Trottel angekrochen
eben super drauf und mutig
bist du jetzt kaputt und blutig

Hopp wirst du hinausgetragen
und verstaut im Krankenwagen
Endlich weisst du, wie es ist
wenn man so ein Krüppel ist

Text: X-Ray
Realisierung: David Siems

Siehe auch:

Paradrom

Begegnungsort oder «Streichelzoo»?

Ingenbohler Schwestern schlugen Kinder tot

Freitag, 11. Februar 2011

Es war einmal ein Pfleger



Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

Es war einmal ein Pfleger,
der misshandelte Heimbewohner.
Alle waren entsetzt und schrien nach Konsequenzen.
Nach zwei Wochen sprach keiner mehr darüber.
Dann passierte sechs Monate lang nichts,
bis ich die Zeitung aufschlug
und in der Zeitung stand:

usw.

Siehe auch:

Heimgewalt Schweiz