Donnerstag, 13. Dezember 2012

Noch mehr anonyme Post: "Er ist selbständiger Therapeut"

Ein Nachtrag zu "Gewalt" und "Anonymer Brief: Ausbildner terrorisiert immer noch Lehrlinge"

Schon wieder lag anonyme Post in meinem Briefkasten. Und schon wieder ging es um den ehemaligen Chefausbildner der Brunau-Stiftung. Der Handschrift nach zu urteilen, war es definitiv jemand anders. Diesmal handelte es sich um den Ausdruck einer Website mit dem Vermerk: "Stimmt nicht, Herr V ist nicht bei Arcoidis, er ist selbständiger Therapeut."

Zunächst einmal: Beides ist korrekt. Er arbeitet definitiv bei der Stiftung Arcoidis, scheint aber gleichzeitig noch als selbständiger "Lebensberater" aufzutreten. Soweit ich informiert bin, leitet er zudem auch immer noch überbetriebliche Kurse (üK's) über die IGKG. Das mag etwas komisch klingen, ist aber typisch für diese Person: Er mischt überall mit, leistet aber nirgends anständige Arbeit.

Der Besuch seiner Lebensberater-Website bestätigt dies: Die Website ist offensichtlich selbst gebastelt - und ich verwende hier ganz bewusst den Begriff "gebastelt", denn eine anständige Webpräsenz sieht anders aus. Die Texte sind typisch für seine Art zu schreiben: Wohlklingend, aber inhaltlich nichtssagend, durchsetzt mit offensichtlichen Sinn- und Logikfehlern und falscher Konjugation. Das einzig professionelle an dieser ganzen Geschichte scheint sein Honorar zu sein. - Das liegt bei 120 Franken pro Stunde.

Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass er mit einem derart unprofessionellen Webauftritt viele Klienten gewinnen kann, gefällt mir die Idee überhaupt nicht, dass jemand seines Charakters als Therapeut auftritt. Leute, die Probleme haben und jemanden suchen, mit dem sie diese untersuchen können und dabei womöglich sehr intime Geheimnisse über sich preisgeben, sind mit diesem Kerl denkbar schlecht bedient. Ich bin deshalb zum Schluss gekommen, dass er aus dem Verkehr gezogen werden muss.

Das kann ich aber unmöglich alleine tun. Nur wenn mehrere Leute von ihren negativen Erlebnissen mit dieser Person berichten, wird das Ganze glaubhaft. Dann erst können wir ihn öffentlich beim Namen nennen, dann erst werden die Medien bereit sein, in dieser Sache zu berichten. Und wenn sie damit erst einmal anfangen, davon bin ich überzeugt, werden sie auf weitere Geschichten stossen, die womöglich noch weit über das hinausgehen, was wir mit ihm erlebt haben.

Deshalb hier ein erneuter Aufruf: Meldet euch bei mir! Und das am liebsten per Mail oder Telefon. Anonyme Briefe haben den Nachteil, dass man keine Rückfragen stellen kann. Ich kann eure Angst nachfühlen, aber denkt dran: Ich stehe auf der gleichen Seite wie ihr und habe keinen Grund, euch irgendwie zu schaden. Wenn ihr anonym bleiben wollt, geht das auch in Ordnung. Namen können für Zeitungsartikel geändert werden.

Es wäre übrigens auch interessant zu erfahren, wie sich dieser Herr vor seiner Brunau- und Arcoidis-Zeit so verhalten hat. Scheinbar hat er beispielsweise eine Zeit lang beim "Zokl1", einer Methadonklinik der Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen (ARUD) in Zürich Aussersihl gearbeitet. Hat er damals auch schon Leute schikaniert? Hat er damit womöglich die psychische Stabilität von Drogenkonsumenten gefährdet? Wenn ja, immer her mit den Infos. Ihr wisst, wie ihr mich erreichen könnt:

david.siems(ät)selbstbestimmung.ch

Siehe auch

Anonymer Brief: Ausbildner terrorisiert immer noch Lehrlinge

Gewalt

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